Da die UBC
ihren Mitarbeitern und Familienangehoerigen jedes Jahr einen
bestimmten Betrag zur Verfuegung stellt um sich fortzubilden, habe ich
kuerzlich zwei Abendkurse besucht. Html und CSS - natuerlich Computerkram.
Obwohl ich schon seit Jahren an dieser Webseite bastle, hatte ich doch noch
immer Probleme zu verstehen, was ich da eigentlich genau mache. Code zu
lesen oder sogar zu schreiben waren fuer mich Boehmische Doerfer. Die Software hat mir die meiste Arbeit
abgenommen. Nachdem ich nun aber halbwegs weiss was ich tue, habe ich mir
gedacht, es ist Zeit fuer einen "Tapetenwechsel".
Wie unschwer zu erkennen ist, haben daher unsere Internetseiten eine
Total-Renovierung erhalten. Das wurde auch noetig, weil das Programm, mit dem ich
seinerzeit angefangen hatte unsere Geschichte zu veroeffentlichen
(MS-Frontpage 2003), in die
Jahre gekommen ist und vom Hersteller nicht weiterentwickelt wird. Ich hab
also ein neues und zeitgemaesses Programm im Einsatz (MS-Expression WEB-4) und gleichzeitig die
Seitenstruktur etwas schlanker gemacht. Es sind (noch) nicht alle Inhalte
der alten Seiten uebernommen worden, aber die "Kernseiten" sind geblieben und das sind:
Tagebuecher, Fotoalben, Gaestebuch und Linkseite.
Die Navigation ist jetzt auf allen Seiten identisch, was die
Uebersichtlichkeit verbessern soll und ausserdem wird im Kopfbereich alle
paar Sekunden ein neues Bild eingeblendet. Auf der rechten Seite habe ich
einige Kaestchen, in denen auch Platz fuer dezente und thematisch passende Werbung
ist. Vielleicht kann ich so in Zukunft die Serverkosten wieder reinholen.
Anfragen von interessierten Firmen die auf diesen Seiten Werbung schalten
wollen, sind ab jetzt herzlich willkommen.
Nachdem Petra ueber Monate hunderte von Bewerbungen geschrieben hatte und
auch einige Vorstellungsgespraeche gefuehrt hatte, hat sie seit Oktober
endlich die lang erhoffte Stelle in einem Buero ergattern koennen. Sie
arbeitet in Vancouver in einem grossen Betrieb der Gebaeudereinigungsbranche
als Bueroassistentin und managt den Buerokram von zwei Site Managern
(so was aehnliches wie Bauleiter).
Angefangen hat Sie mit 20 Wochenstunden zu einem eher bescheidenen Gehalt.
Nach der Probezeit war man aber so zufrieden mit ihr, dass man ihr eine
Vollzeitstelle zu verbesserten Konditionen angeboten hat. Petra hat
natuerlich zugegriffen, zumal Ihr der Job wirklich Spass macht und sie auch
bestens mit den Kollegen zurechtkommt.
Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass ihr Buero praktisch auf meinem
Arbeitsweg zur UBC liegt und Sie sich Ihre Arbeitszeiten aussuchen kann. So
fahren wir nun taeglich gemeinsam mit dem Auto zur Arbeit und abends auch
gemeinsam wieder nach Hause. Kein Bus und Skytrain mehr und dadurch, dass
wir zu zweit im Auto sitzen, koennen wir auf dem Highway auch die
HOV lane
nutzen und sind dadurch schneller am Ziel.
Mein Beschaeftigungsverhaeltnis mit der Universitaet ist zwar nach wie vor gesichert, allerdings hat die Taetigkeit gewechselt. Ich arbeite zurzeit und auch nur voruebergehend als Dispatcher. Der Kollege der eigentlich den Posten innehat ist laengerfristig erkrankt. Kurioserweise hat er Herzprobleme. Die Personalabteilung und natuerlich ich selbst sind nach wie vor auf der Suche nach einer "festen" Beschaeftigung, die meiner Qualifikation entspricht. Allerdings zieht sich dieser Prozess deutlich laenger hin als ich erwartet hatte. Ein Trost ist, dass ich (noch) keine Einschnitte beim Gehalt hinnehmen musste. Ich liebaeugele zurzeit mit einem weiteren Examen, was man schreiben kann und Voraussetzung fuer den Beruf des Building inspectors ist. So ganz sicher bin ich mir aber noch nicht, weil das Preisschild an diesem Examen nicht gerade klein ist und man fuer eine offizielle Zulassung dann nochmal 2 Jahre Arbeitserfahrung als Inspector benoetigt. Aber ich tendiere dazu, es trotzdem mal zu versuchen.
Mein Herz hatte sich leider auch wieder mal gemeldet und so war ich
inzwischen zu meiner 4. Herzoperation am 16. Februar 2011 wieder im St.
Pauls Hospital in Vancouver zu Gast. Diesmal war ein anderer Arzt am Werk
und der hat die OP auch gleich auf 5,5 Stunden ausgeweitet und nach eigenen
Angaben so umfangreiche Verbrennungen durchgefuehrt, dass es nach seinen
Angaben "sehr unwahrscheinlich" ist, dass ich eine 5. OP brauche.
Allerdings hatte ich nach dieser Marathon-OP andere unerwartete Probleme.
Ich hab direkt im Anschluss eine Lungenentzuendung gekriegt und lag nochmal
einige Tage in einem anderen Krankenhaus um mich auszukurieren. Jetzt habe
ich wirklich erstmal die Schnauze voll von Aerzten, Spritzen und aehnlichem
Gedoens.
Ueber die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel hatten wir lieben
Besuch aus Deutschland. Kathi, Patricks Freundin war bei uns zu Gast. Genau
wie jeder Besucher vor ihr, musste auch Kathi das volle Vancouver-Pflueger
Besuchsprogramm ueber sich "ergehen" lassen. Das Wetter in Vancouver ist
leider naturgemaess in den Wintermonaten nicht so pralle, aber wir hatten
Glueck und haben ein paar schoene Tage ausgenutzt um Kathi ein bisschen die
naehere Umgebung zu zeigen. Wir hoffen, es hat ihr gefallen.
Das war aber auch das Mindeste, was wir tun konnten. Schliesslich hatte Kathi
praktisch ihren ganzen Koffer voller Geschenke und Mitbringsel von ihr und
unserer Verwandtschaft, die wir dann Heiligabend ueberreicht bekamen. Als
ganz besonderes special fuer mich, hatte sie mehrere Tueten Lorenzen
Erdnusslocken original dabei. Da es aus mir unverstaendlichen Gruenden
diese Koestlichkeit hier nirgends zu kaufen gibt, ist es natuerlich immer
wieder ein besonderes Fest fuer mich, wenn jemand aus Deutschland mir einen
kleinen Vorrat mitbringt. Der- oder Diejenige macht sich damit natuerlich
automatisch sehr beliebt bei mir! (Nur so
als kleiner Tipp am Rande auch fuer kuenftige Besucher.)
Ahorn-TV ist eine neue deutsche Fernsehshow die seit September 2010 jeden Samstagnachmittag fuer 30 Minuten ueber Leute aus Vancouver und Umgebung berichtet. Der gebuertige Hamburger Mass Abedi ist der Produzent und Moderator von Ahorn TV. Die Sendung praesentiert, auf meist sehr unterhaltsame Weise, Neuigkeiten von Deutschen Privatleuten oder Firmen, die in irgendeiner Weise etwas mit Vancouver oder BC zu tun haben. Das Schoene an dem Format ist auch, dass man alle Sendungen, die normalerweise Samstagnachmittag im Vancouver Fernsehen (OMNI-TV) ausgestrahlt werden, auch im Internet findet. Fuer alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen, hier ist die der Link zur Webseite von Ahorn-TV.
In einer Ahorn-TV Sendung haben wir dann auch erfahren, dass die deutsche Firma MTU am Vancouver Flughafen einen deutschen Chef hat. Den haben wir dann kurzerhand mal angeschrieben und gefragt, ob es fuer Patrick nicht moeglich waere ein Praktikum bei MTU Vancouver zu machen. Es ist moeglich und Patrick geht die vollen 2 Wochen seiner Fruehlingsferien nun jeden Tag 8 Stunden "zur Arbeit". Eine grossartige Gelegenheit fuer Patrick, sich einen Eindruck von seinem zukuenftigem Berufsfeld zu machen. So ganz hundertprozentig weiss er noch nicht, was es werden soll, aber etwas mit Flugzeugen sollte es nach Moeglichkeit schon zu tun haben. Auch seine angestrebte Bundeswehrkarrierre liesse sich damit verbinden. Aber vor allem anderen steht erstmal sein canadischer Highschoolabschluss und dann, aller Voraussicht nach, der Besuch eines Studienkollegs in Deutschland um auch das deutsche Abitur zu kriegen.
Schneeschippen war angesagt. Bekanntlich leben wir an einem Hang ca. 80m
ueber NN. Es schneit nicht oft in Vancouver, meistens regnet es. Leider
hatte es aber in diesem Winter einige Tage geschneit, und wir hier "oben"
kriegen dann nochmal eher Schnee ab, was einige Strassen weiter bergab schon
als Regen runterkommt. Da die Schneeraeumung hier nicht wirklich
durchorganisiert ist, dauert es schon mal bis mittags oder sogar abends bis sich ein
Raeumfahrzeug in unser Wohngebiet verirrt. In einer Nacht hatte es so stark
geschneit, dass wir gar nicht zur Arbeit fahren konnten, weil die
Strassen unbefahrbar waren. An einem anderen Tag hatte es tagsueber
angefangen zu schneien, was dazu fuehrte, dass ich Abends den Berg nicht
mehr hochfahren konnte und wir die letzten 200 Meter bergauf zu Fuss bewaeltigen
mussten. Einen Spaziergang durch die Nachbarschaft verkneift man sich auch
eher, wenn man zurueck sportliche Hoechstleistungen vollbringen muss um
wieder in die warme Stube zu kommen. All diese Punkte haben uns zu der
Einsicht gebracht, dass wir das schoene Haus am Hang mit dem
"Eine-Millionen-Dollar" Ausblick auf Berge und Meer gegen eine Unterkunft
tauschen werden, die auf ebenen Gelaende liegt. Einen Termin fuer einen
Umzug haben wir allerdings noch nicht ins Auge gefasst.
Zu Guter Letzt moechte ich auch noch unser schoenstes Weihnachtsgeschenk publik machen, was uns unser grosser Sohn Sebastian und seine Freundin Isi am Heiligabend mitgeteilt haben. Wir werden Grosseltern! Im Juli soll das Baby kommen.
Nun laufen natuerlich schon die ersten Wetten: "Die kommen jetzt bestimmt zurueck nach Deutschland! Sobald das Baby da ist, ist zumindest Petra nicht mehr zu halten!" Ich sag da nur: abwarten und regelmaessig diese Seiten lesen. Hier stehen immer die letzten Neuigkeiten der Familie Pflueger. Auch wenn's zwischendurch manchmal eine laengere Pause gibt.