Tschuess Deutschland - Hello Canada

Von Engensen nach Vancouver - Familie Pflueger geht nach Canada!

Ereignisse von Oktober 2010 bis Maerz 2011

Wir haben renoviert - Petra endlich im Buero - UBC laesst sich Zeit - 4. Herzoperation - Lieber Besuch ueber Weihnachten - Deutsches Fernsehen in Vancouver - Patricks Praktikum - Eingeschneit zu Hause - Ein besonders schoenes Weihnachtsgeschenk

BildDa die UBC ihren Mitarbeitern und Familienangehoerigen jedes Jahr einen bestimmten Betrag zur Verfuegung stellt um sich fortzubilden, habe ich kuerzlich zwei Abendkurse besucht. Html und CSS - natuerlich Computerkram.
Obwohl ich schon seit Jahren an dieser Webseite bastle, hatte ich doch noch immer Probleme zu verstehen, was ich da eigentlich genau mache. Code zu lesen oder sogar zu schreiben waren fuer mich Boehmische Doerfer. Die Software hat mir die meiste Arbeit abgenommen. Nachdem ich nun aber halbwegs weiss was ich tue, habe ich mir gedacht, es ist Zeit fuer einen "Tapetenwechsel".
Wie unschwer zu erkennen ist, haben daher unsere Internetseiten eine Total-Renovierung erhalten. Das wurde auch noetig, weil das Programm, mit dem ich seinerzeit angefangen hatte unsere Geschichte zu veroeffentlichen (MS-Frontpage 2003), in die Jahre gekommen ist und vom Hersteller nicht weiterentwickelt wird. Ich hab also ein neues und zeitgemaesses Programm im Einsatz (MS-Expression WEB-4) und gleichzeitig die Seitenstruktur etwas schlanker gemacht. Es sind (noch) nicht alle Inhalte der alten Seiten uebernommen worden, aber die "Kernseiten" sind geblieben und das sind: Tagebuecher, Fotoalben, Gaestebuch und Linkseite.
Die Navigation ist jetzt auf allen Seiten identisch, was die Uebersichtlichkeit verbessern soll und ausserdem wird im Kopfbereich alle paar Sekunden ein neues Bild eingeblendet. Auf der rechten Seite habe ich einige Kaestchen, in denen auch Platz fuer dezente und thematisch passende Werbung ist. Vielleicht kann ich so in Zukunft die Serverkosten wieder reinholen. Anfragen von interessierten Firmen die auf diesen Seiten Werbung schalten wollen, sind ab jetzt herzlich willkommen.

BildNachdem Petra ueber Monate hunderte von Bewerbungen geschrieben hatte und auch einige Vorstellungsgespraeche gefuehrt hatte, hat sie seit Oktober endlich die lang erhoffte Stelle in einem Buero ergattern koennen. Sie arbeitet in Vancouver in einem grossen Betrieb der Gebaeudereinigungsbranche als Bueroassistentin und managt den Buerokram von zwei Site Managern (so was aehnliches wie Bauleiter).
Angefangen hat Sie mit 20 Wochenstunden zu einem eher bescheidenen Gehalt. Nach der Probezeit war man aber so zufrieden mit ihr, dass man ihr eine Vollzeitstelle zu verbesserten Konditionen angeboten hat. Petra hat natuerlich zugegriffen, zumal Ihr der Job wirklich Spass macht und sie auch bestens mit den Kollegen zurechtkommt.
Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass ihr Buero praktisch auf meinem Arbeitsweg zur UBC liegt und Sie sich Ihre Arbeitszeiten aussuchen kann. So fahren wir nun taeglich gemeinsam mit dem Auto zur Arbeit und abends auch gemeinsam wieder nach Hause. Kein Bus und Skytrain mehr und dadurch, dass wir zu zweit im Auto sitzen, koennen wir auf dem Highway auch die HOV lane nutzen und sind dadurch schneller am Ziel.

Mein Beschaeftigungsverhaeltnis mit der Universitaet ist zwar nach wie vor gesichert, allerdings hat die Taetigkeit gewechselt. Ich arbeite zurzeit und auch nur voruebergehend als Dispatcher. Der Kollege der eigentlich den Posten innehat ist laengerfristig erkrankt. Kurioserweise hat er Herzprobleme. Die Personalabteilung und natuerlich ich selbst sind nach wie vor auf der Suche nach einer "festen" Beschaeftigung, die meiner Qualifikation entspricht. Allerdings zieht sich dieser Prozess deutlich laenger hin als ich erwartet hatte. Ein Trost ist, dass ich (noch) keine Einschnitte beim Gehalt hinnehmen musste. Ich liebaeugele zurzeit mit einem weiteren Examen, was man schreiben kann und Voraussetzung fuer den Beruf des Building inspectors ist. So ganz sicher bin ich mir aber noch nicht, weil das Preisschild an diesem Examen nicht gerade klein ist und man fuer eine offizielle Zulassung dann nochmal 2 Jahre Arbeitserfahrung als Inspector benoetigt. Aber ich tendiere dazu, es trotzdem mal zu versuchen.

Mein Herz hatte sich leider auch wieder mal gemeldet und so war ich inzwischen zu meiner 4. Herzoperation am 16. Februar 2011 wieder im St. Pauls Hospital in Vancouver zu Gast. Diesmal war ein anderer Arzt am Werk und der hat die OP auch gleich auf 5,5 Stunden ausgeweitet und nach eigenen Angaben so umfangreiche Verbrennungen durchgefuehrt, dass es nach seinen Angaben "sehr unwahrscheinlich" ist, dass ich eine 5. OP brauche.
Allerdings hatte ich nach dieser Marathon-OP andere unerwartete Probleme. Ich hab direkt im Anschluss eine Lungenentzuendung gekriegt und lag nochmal einige Tage in einem anderen Krankenhaus um mich auszukurieren. Jetzt habe ich wirklich erstmal die Schnauze voll von Aerzten, Spritzen und aehnlichem Gedoens.

BildUeber die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel hatten wir lieben Besuch aus Deutschland. Kathi, Patricks Freundin war bei uns zu Gast. Genau wie jeder Besucher vor ihr, musste auch Kathi das volle Vancouver-Pflueger Besuchsprogramm ueber sich "ergehen" lassen. Das Wetter in Vancouver ist leider naturgemaess in den Wintermonaten nicht so pralle, aber wir hatten Glueck und haben ein paar schoene Tage ausgenutzt um Kathi ein bisschen die naehere Umgebung zu zeigen. Wir hoffen, es hat ihr gefallen.
Das war aber auch das Mindeste, was wir tun konnten. Schliesslich hatte Kathi praktisch ihren ganzen Koffer voller Geschenke und Mitbringsel von ihr und unserer Verwandtschaft, die wir dann Heiligabend ueberreicht bekamen. Als ganz besonderes special fuer mich, hatte sie mehrere Tueten Lorenzen Erdnusslocken original dabei. Da es aus mir unverstaendlichen Gruenden diese Koestlichkeit hier nirgends zu kaufen gibt, ist es natuerlich immer wieder ein besonderes Fest fuer mich, wenn jemand aus Deutschland mir einen kleinen Vorrat mitbringt. Der- oder Diejenige macht sich damit natuerlich automatisch sehr beliebt bei mir! (Nur so als kleiner Tipp am Rande auch fuer kuenftige Besucher.)

Ahorn-TV ist eine neue deutsche Fernsehshow die seit September 2010 jeden Samstagnachmittag fuer 30 Minuten ueber Leute aus Vancouver und Umgebung berichtet. Der gebuertige Hamburger Mass Abedi ist der Produzent und Moderator von Ahorn TV. Die Sendung praesentiert, auf meist sehr unterhaltsame Weise, Neuigkeiten von Deutschen Privatleuten oder Firmen, die in irgendeiner Weise etwas mit Vancouver oder BC zu tun haben. Das Schoene an dem Format ist auch, dass man alle Sendungen, die normalerweise Samstagnachmittag im Vancouver Fernsehen (OMNI-TV) ausgestrahlt werden, auch im Internet findet. Fuer alle, die auf dem Laufenden bleiben wollen, hier ist die der Link zur Webseite von Ahorn-TV.

In einer Ahorn-TV Sendung haben wir dann auch erfahren, dass die deutsche Firma MTU am Vancouver Flughafen einen deutschen Chef hat. Den haben wir dann kurzerhand mal angeschrieben und gefragt, ob es fuer Patrick nicht moeglich waere ein Praktikum bei MTU Vancouver zu machen. Es ist moeglich und Patrick geht die vollen 2 Wochen seiner Fruehlingsferien nun jeden Tag 8 Stunden "zur Arbeit". Eine grossartige Gelegenheit fuer Patrick, sich einen Eindruck von seinem zukuenftigem Berufsfeld zu machen. So ganz hundertprozentig weiss er noch nicht, was es werden soll, aber etwas mit Flugzeugen sollte es nach Moeglichkeit schon zu tun haben. Auch seine angestrebte Bundeswehrkarrierre liesse sich damit verbinden. Aber vor allem anderen steht erstmal sein canadischer Highschoolabschluss und dann, aller Voraussicht nach, der Besuch eines Studienkollegs in Deutschland um auch das deutsche Abitur zu kriegen.

BildSchneeschippen war angesagt. Bekanntlich leben wir an einem Hang ca. 80m ueber NN. Es schneit nicht oft in Vancouver, meistens regnet es. Leider hatte es aber in diesem Winter einige Tage geschneit, und wir hier "oben" kriegen dann nochmal eher Schnee ab, was einige Strassen weiter bergab schon als Regen runterkommt. Da die Schneeraeumung hier nicht wirklich durchorganisiert ist, dauert es schon mal bis mittags oder sogar abends bis sich ein Raeumfahrzeug in unser Wohngebiet verirrt. In einer Nacht hatte es so stark geschneit,  dass wir gar nicht zur Arbeit fahren konnten, weil die Strassen unbefahrbar waren. An einem anderen Tag hatte es tagsueber angefangen zu schneien, was dazu fuehrte, dass ich Abends den Berg nicht mehr hochfahren konnte und wir die letzten 200 Meter bergauf zu Fuss bewaeltigen mussten. Einen Spaziergang durch die Nachbarschaft verkneift man sich auch eher, wenn man zurueck sportliche Hoechstleistungen vollbringen muss um wieder in die warme Stube zu kommen. All diese Punkte haben uns zu der Einsicht gebracht, dass wir das schoene Haus am Hang mit dem "Eine-Millionen-Dollar" Ausblick auf Berge und Meer gegen eine Unterkunft tauschen werden, die auf ebenen Gelaende liegt. Einen Termin fuer einen Umzug haben wir allerdings noch nicht ins Auge gefasst.

Zu Guter Letzt moechte ich auch noch unser schoenstes Weihnachtsgeschenk publik machen, was uns unser grosser Sohn Sebastian und seine Freundin Isi am Heiligabend mitgeteilt haben. Wir werden Grosseltern! Im Juli soll das Baby kommen.

Nun laufen natuerlich schon die ersten Wetten: "Die kommen jetzt bestimmt zurueck nach Deutschland! Sobald das Baby da ist, ist zumindest Petra nicht mehr zu halten!" Ich sag da nur: abwarten und regelmaessig diese Seiten lesen. Hier stehen immer die letzten Neuigkeiten der Familie Pflueger. Auch wenn's zwischendurch manchmal eine laengere Pause gibt.

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