Tschuess Deutschland - Hello Canada

Von Engensen nach Vancouver - Familie Pflueger geht nach Canada!

Ereignisse von Mai bis September 2010

Umzug in unser erstes Haus - Das erste Strassenfest - Petras Practice Firm at Douglas College - Patricks Flugstunde - Urlaub in Germany - Patricks Berufsplaene - Besuch aus Germany 1- Petras Moebelkauf - Light Duty - Strandkoerbe und deutsche Handwerker in BC - Besuch aus Germany 2 - Mein erster Fisch - Whale watching umsonst

BildDa sind doch glatt 5 Monate ins Land gezogen, ohne einen einzigen Tagebucheintrag von mir. Ich muss deshalb bei allen treuen Lesern um Verzeihung bitten. Als Entschuldigung koennte ich sicher eine ganze Reihe von Gruenden anfuehren. Aber lassen wir das lieber. Jetzt habe ich jedenfalls genug Stoff fuer einen ausfuehrlichen Bericht der letzten Monate.

Mitte Mai war es endlich soweit. Nach genau 3 Jahren in unserem Apartment, war Kisten packen angesagt. Wir hatten ein Haus gefunden, was unseren Anspruechen in Bezug auf Groesse, Lage und natuerlich Mietpreis gerecht wurde. Das letzte Wochenende im Mai war ein langes und daher perfekt fuer einen Umzug. Familie Koeder hat kraeftig mit angepackt und so war das Apartment in 2 Fuhren mit einem mittelgrossen U-Haul Miet-LKw ruck zuck verladen und auch wieder ausgeladen.

Wir haben 2 Brueder in den zwanzigern als Mitbewohner unter uns, aber ausser der Playstation hin und wieder, hoeren und sehen wir von den beiden so gut wie nichts. Einer von den beiden bastelt auch an Autos rum bzw. schlachtet diese offensichtlich aus und verkauft die Einzelteile, aber auch das ist nicht weiter stoerend.

Richtig genossen haben wir ueber die Sommermonate den Balkon mit dem atemberaubenden Ausblick auf die Berge und den Pazifik und den Garten. Man koennte fast Park dazu sagen, wenn er nicht so klein waere. Das einzig wirklich problematische ist die Hanglage. Wie erwartet, ist das fuer mich als Autofahrer weniger das Problem. Petra und Patrick finden es allerdings nicht wirklich lustig staendig den Berg besteigen zu muessen. Ich hab das auch einmal probiert, aber wo liegt der Sinn in der Quaelerei wenn man auch Auto fahren kann?

Das Datum fuer den Einzug war unabsichtlich sehr guenstig gelegt. Ende Juni war naemlich das alljaehrlich stattfindende Nachbarschafts-Strassenfest angesetzt. Die Strasse wurde kurzerhand gesperrt (mit behoerdlicher Genehmigung natuerlich) und dann wurden auf der Strasse Grills, Sitzbaenke und Stuehle aufgebaut. Jeder hat was mitgebracht und selbst Alkohol war an diesem Tag in unserer selbst abgeschirmten Oeffentlichkeit geduldet. Die Nachbarn sind durch die Bank alle nett und die Party ging bis in die spaeten Abendstunden. Mein Vorschlag, den ich beim Abschied gemacht habe: "Lasst uns das einmal die Woche machen und nicht nur einmal im Jahr" haben die guten Leute allerdings nicht weiter verfolgt. Mich nimmt hier einfach keiner ernst.

BildPetra hat einen Job! Es hat zwar etwas gedauert und es ist erstmal auch nur halbe Tage, aber immerhin ein Anfang ist gemacht. Sie arbeitet jetzt in Vancouver bei einer Gebaeudereinigungsfirma als Administrative Assistant, was so viel heisst wie Buerohilfe.
Petras practice firm Kurs beim Douglas College ging von Maerz bis Juni. Danach war keine Anwesenheitspflicht mehr, aber sie konnte jederzeit hingehen um sich Tips und Unterstuetzung zu holen. Die Zeit von Juni bis Ende September hat Petra sich die Finger wund recherchiert und mehr als 200 (in Worten zweihundert!) Bewerbungen geschrieben und verschickt. Ich habe, um ihr ein bisschen zu helfen, extra eine zusaetzliche Seite in unsere Internetseiten eingebaut. Wer moechte, kann hier nach Jobs suchen die von Behoerden und grossen Firmen im Grossraum Vancouver ausgeschrieben werden.
Petra hatte auch einige Bewerbungsgespraeche, aber so richtig wollte einfach keiner anbeissen. Bis letzte Woche dann endlich die erloesende E-mail mit dem Jobangebot in ihrem elektronischen Postfach lag. Jetzt faehrt sie jeden Tag mit Bus und Bahn nach Vancouver rein und ist genauso lange unterwegs wie ich zur UBC. Wenn sich diese Verhaeltnisse festigen wuerde es natuerlich Sinn machen etwas dichter an unsere Arbeitsstaetten zu ziehen, aber erstmal abwarten was noch so alles passiert.

Ende Juni war es dann auch soweit das Patrick sein Weihnachtsgeschenk eingeloest hat. Zur Erinnerung: Der Weihnachtsmann hatte ihm eine Flugstunde in einer Cessna geschenkt. Der Clou daran, er sollte selber den Steuerknueppel in die Hand nehmen und mit Hilfe des Fluglehrers rausfinden, ob er Flugtauglich ist oder nicht. Schnupperflug nennt das die Flugschule. Schauplatz war der Flugplatz in Langley, etwa eine halbe Autostunde von uns entfernt. Der Fluglehrer entpuppte sich als ziemlich junge Lehrerin and so war Patrick natuerlich umso aufmerksamer. Nach anfaenglichen Startproblemen ging's dann irgendwann los Richtung White Rock, einer Ortschaft direkt am Pazifik und der Grenze zur USA.

BildPatrick hat seine Sache offenbar gut gemacht. Die Fluglehrerin war jedenfalls beeindruckt und haette ihn natuerlich am liebsten sofort als Flugschueler aufgenommen. Ausser dem Start und der Landung hatte Patrick die ganze Zeit die Kontrolle ueber die Maschine und offensichtlich auch seinen Spass dabei. Die 10 bis 15 tausend Dollar die der Pilotenschein kosten wuerde, muesste Patrick sich allerdings selbst verdienen. Leider ein bisschen happig fuer einen Schueler.

In Sachen Berufsfindung sind wir auch ein Stuecken weiter gekommen. Patricks Wunsch zurzeit ist ein Studium in Deutschland. Das Problem, dass er kein Abitur anerkannt bekommt mit seinem kanadischen Highschoolabschluss ist aber immer noch aktuell. Der Schulabschluss den er hier in Canada voraussichtlich erreichen wird und der ihn zu einem Studium an jeder kanadischen Universitaet berechtigt, wird in Deutschland nur als erweiterter Realschulabschluss anerkannt. Nachlesen kann man das auf den Seiten der "Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) beim Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)" in der Datenbank anabin.de
Wie kriegt man nun das deutsche Abitur wenn man in Kanada lebt? Eine Moeglichkeit bestuende darin, erfolgreich ein Jahr lang in Kanada zu studieren. Dann haette Patrick in seinem gewaehlten Studiengang Zugang zu allen deutschen Hochschulen. Mit einem kandischen Bachelor Abschluss haette er dann sogar die allgemeine Hochschulreife. Eine andere Variante ist es, ein Studienkolleg in Deutschland zu besuchen.
Patrick hat seinen 8 woechigen Deutschland Urlaub in vollen Zuegen genossen. Er hat erstmal Sabrina in Regensburg besucht, hat dann ein paar Tage in Muenchen verbracht und gelernt wie man Massbier trinkt um danach nach Engensen zu fahren und den Rest seines Urlaubs dort zu verbringen und natuerlich das Schuetzenfest kraeftig mitzufeiern. Nach seinem Urlaub stand fuer ihn dann auch ziemlich fest, dass es das Studienkolleg in Deutschland sein wird, was er im Sommer 2011 anpeilt. Hier gilt fuer mich wieder mal die Devise: Auf alle Eventualitaeten so gut wie es geht vorbereiten und dann abwarten und Tee trinken.

Waehrend Patrick in Deutschland war, haben wir Besuch aus Deutschland empfangen. Sabrina und ihr Freund Arthur haben uns besucht. Arthur konnte leider nur 2 Wochen bleiben. Sabrina war hier um ein laengeres Praktikum in der beruehmten Vancouver Art Gallery zu absolvieren. Sabrina war ja nun schon zum dritten mal zu Besuch. Ihr Freund Arthur kannte Vancouver auch von einem Praktikum, das er hier vor einigen Jahren absolviert hatte. Egal, das volle Touristen Besuchsprogramm wurde abgerattert und wir haben Arthur in seinen 2 Wochen mehr von Vancouver und Umgebung gezeigt, als er in seinen 6 Monaten Praktikum gesehen hatte. Vancouver Island stand auch auf dem Programm. Als Ausgleich hat er mir gezeigt wie man angelt, aber das steht in einem anderen Absatz. Sabrina hat sich erfreulicherweise sogar den Campus der UBC angesehen, mit einem Kunstgeschichte Professor gesprochen und war doch recht angetan von der UBC und ihrer einmaligen Lage. Sie zieht jetzt sogar in Erwaegung sich fuer ihr Masters Studium an der UBC zu bewerben. Allerdings wird sie sich auch an anderen Uni's in Europa bewerben und ich soll mir gar keine allzu grossen Hoffnungen machen, dass sie naechstes Jahr nach Vancouver kommt um zu studieren. Mach ich auch nicht, aber schoen waers trotzdem. Im Fruehjahr/Sommer 2011 wissen wir mehr.

Bild "Halt mal an!" schreit Petra, als wir im Auto sassen und grade auf dem Weg zu IKEA waren. "Ich hab da was gesehen." Ich ahnte schon, dass kann nichts gutes heissen. Wir waren an einem "Garage Sale" vorbei gefahren. Ein Garage Sale ist praktisch ein privater Flohmarkt den Hausbesitzer auf ihrem eigenen Grundstueck veranstalten, wenn sie ihre alten Sachen verkaufen wollen oder umziehen. Fuer mich ungefaehr so interessant wie das Testbild im Fernsehen, fuer Petra aber eine willkommene Abwechslung. Eine echt(?) antike Sitzgruppe inclusive Anrichte war Petra im vorbeifahren ins Auge gefallen. IM VORBEIFAHREN! Meine Frau, die sonst gerne mal darueber klagt, dass sie eigentlich so gut wie nichts mehr sieht und unbedingt eine Brille braucht, kann in wenigen Sekunden aus einen fahrenden Auto heraus erkennen, dass es sich genau um die Moebel handelt nach denen sie schon sooo lange sucht. Was sollte ich machen? Ich musste umdrehen um Petra eine genauere Ueberpruefung der Moebel zu ermoeglichen. Ich habe ungefaehr 10 Sekunden gebraucht um fuer mich zu entscheiden, dass ich die Moebel nicht mag. Petra brauchte nur rund 20 Minuten laenger um zu dem Schluss zu kommen, dass ich keine Ahnung habe und das es sich um echtes Schnaeppchen handelt was wir unbedingt mitnehmen mussten. Ich habs schon mal gesagt: Mich nimmt hier einfach keiner ernst. Jetzt sitzen wir also auf angeblich antiken Stuehlen an einem angeblich antiken Esstisch und jedes mal wenn ich mich bewege knarren die ollen Stuehle (Anmerkung von Petra: Weil er sich staendig hin und her bewegt!) was Petra dazu veranlasst mich anzufauchen: "Sitz gefaelligst still, oder willst du die Moebel mit Absicht kaputt machen?" (Noe, smile, grins)

"Light duty", das heisst frei uebersetzt soviel wie leichte Taetigkeiten. Grosse Firmen oder Behoerden bieten ihren Angestellten so was an. Wenn man also krank oder eingeschraenkt Verwendungsfaehig ist und seine normalen Taetigkeiten nicht ausfuehren kann, geht man trotzdem zur Firma und verrichtet eben Taetigkeiten die man kann. Hintergrund ist der, dass es hier keine gesetzlich geregelte volle Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt, wie es in Deutschland der Fall ist.
Mein Herz hatte sich leider wieder gemeldet. Zur Erinnerung: Die letzte Operation war im Dezember '09. Ein paar Monate war Ruhe und alles sah danach aus, dass die OP erfolgreich war. Pustekuchen! Im Mai lag ich wieder mal in der Notaufnahme um mir den ungeliebten Elektroschock abzuholen. Die darauffolgenden Wochen wurde es immer schlimmer. Im Juni hatte ich dann die Faxen dicke. Mein Kardiologe hat mir auf meinen Wunsch hin schriftlich bestaetigt, dass es besser waere, wenn ich aufhoere als Maurer zu arbeiten und mir einen Job suchen soll, der koerperlich nicht so anstrengend ist. Seit dem Tag bin ich also bei der UBC "on light duty". Ich hab meinem vorgesetzten Manager gesagt, dass ich die ein oder andere Erfahrung mit Computeranwendungen habe und dass ich es fuer eine gute Idee halten wuerde, wenn ich mal gruendlich den gesamten Campus unter die Lupe nehmen wuerde um eine Bestandsaufnahme der notwendigen Reparaturarbeiten zu machen. Es gibt nicht weniger als rund 600 Gebaeude auf dem Campus von denen allerdings "nur" rund 220 unter meine Zustaendigeit fallen. Mein Manager fand die Idee super. Wahrscheinlich auch deshalb, weil er sonst nicht gewusst haette, was er mit mir anstellen soll. Nach und nach habe ich mir die gewuenschte Computerkonfiguration zusammengestellt, und beschaeftige  mich seit ein paar Monaten also abwechselnd am Schreibtisch und bin auf Fotosafari auf dem Campus. Dieser Job ist aber leider nicht permanent. UBC hat fast 20 tausend Angestellte. Die Personalabteilung wird gemeinsam mit mir in den naechsten Wochen nach einer Position suchen, die permanent ist und fuer die ich qualifiziert bin. Das kann GUT sein, das kann aber genauso gut auch in die Hose gehen. Dann naemlich, wenn die mich auf eine schlechter bezahlte Position versetzen. Warten wir's mal ab. Ich werd mich jedenfalls so teuer wie moeglich verkaufen.

BildMittlerweile bin ich am 24. September 2010 zum dritten mal operiert worden. Die Operation verlief, genau wie die ersten beiden, gut. Ob sie erfolgreich war, werden wir erst wieder in ein paar Monaten sehen. Der Kardiologe hat mich schon darauf vorbereitet, dass es auch eine vierte oder fuenfte OP geben kann. Schoene Aussichten, aber als Berufsoptimist sehe ich die guten Seiten. Ich muss, bis auf eine taegliche Aspirin, keine Medikamente mehr nehmen.

Strandkoerbe sind eine Ur-deutsche Erfindung. Fuer Peter und Carola Koeder gehoert dieses Moebelstueck einfach in jeden Haushalt. Auch in jeden kanadischen Haushalt. Familie Koeder hat dann auch ihren eigenen Strandkorb aus Deutschland mitgebracht, als sie vor ein paar Jahren hierher kamen. Weil es sowas hier noch nicht gab, hat die Frau des Hauses, Carola, mittlerweile einen Handel mit Strandkoerben aufgemacht. Peter ist Zimmermeister und baut sich nebenbei auch seinen eigenen Kundenkreis auf. Was ich damit zu tun habe? Ich hatte die Ehre die dazugehoerigen Internetseiten zu basteln. Unter www.BC-Beachchair.ca kann man meine beschraenkten Programmierfaehigkeiten bestaunen und natuerlich auch einen Strandkorb innerhalb British Columbias bestellen.

Deutsche Auswanderer sind ja traditionell nicht bange, wenn es darum geht ihre Faehigkeiten auch einzusetzen und an den Mann zu bringen. Koeders sind nicht die einzigen die sich selbstaendig gemacht haben. Mein Plan sah ja mal aehnlich aus, bis meine Gesundheit mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Es gibt aber immer noch die Seite German-Craftsmanship.ca. Markus Rose, seines Zeichens Maurer und Allroundhandwerker uebernimmt hier Kleinauftraege die er nebenbei abarbeitet.
Familie Graw ist ebenfalls dabei, sich einen Namen als zuverlaessige Handwerksfirma zu machen. Marco Graw, als gelernter Zimmermann, ist mittlerweile mit einem kleinen Trupp von Angestellten schwer beschaeftigt. Seine Frau Doreen schmeisst das Buero und gestaltet nebenbei selbst die Firmeneigenen Internetseiten. Guckst du hier: www.grawscarpentry.com
Ich wuensche allen mutigen Jungunternehmern viel Glueck und wuerde mich freuen, wenn dieser kleine Werbeblock seinen Zweck erfuellt und die jeweiligen Geschaefte noch ein bisschen mehr ankurbelt.

BildAls Patricks Deutschlandurlaub Ende August beendet war, hatte er lieben Besuch im Gepaeck. Meine Mutter. Die haette sich alleine sonst nicht getraut nach Kanada zu fliegen. Mit Patrick als Begleitung hat sie sich aber getraut. Natuerlich musste auch sie in den 3 Wochen in denen sie hier war, das volle Pfluegersche Vancouver-Touristen-Besuchsprogramm ueber sich ergehen lassen. Alle bekannten und weniger bekannten Sehenswuerdigkeiten in und um Vancouver wurden aufs Korn genommen. Da ich nebenbei noch zur UBC musste (ich behaupte immer noch nicht, das ich bei der UBC A R B E I T E!) konnten wir oft auch erst am spaeten Nachmittag oder fruehen Abend losziehen. Da es mittlerweile Baerenzeit ist, haben wir uns mehr als einmal im Minnekhada Park auf die Lauer gelegt um die Baeren beim Beeren fressen zu beobachten.
Meine Mutter faehrt, genauso wie ich, gerne Fahrrad. Ein Hoehepunkt ihres Besuchs war sicherlich eine ausgedehnte Fahrradtour am Pitt River entlang einschliesslich der Umrundung des Minnekhada Parks. Unterwegs hatten wir dann bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen Begegnungen mit Kojoten, Seeadlern, und einer Baerenmutter die gemeinsam mit ihrem Nachwuchs keine 30 Meter vor uns, unseren Weg kreuzte.
Ein Abstecher in die USA rundete dann das Besuchsprogramm ab. Ich denke, es hat ihr gefallen und vielleicht traut sie sich ja naechstes mal auch ganz alleine den Flieger zu besteigen um uns nochmal zu besuchen. Wir wuerden uns jedenfalls freuen.

BildWas gibt's noch Berichtenswertes? Ach ja, mein erster selbst geangelter Fisch. Arthur, Sabrinas Freund, ist Angelexperte. Da ging natuerlich kein Weg dran vorbei, dass er mit mir und meinem Kumpel Markus zum Angeln fahren musste. Markus hatte ein Gewaesser in der Naehe von Keremeos auserkoren wo er schon im letzten Jahr erfolgreich geangelt hatte. Keremeos ist zwar nicht gerade gleich um die Ecke, aber Autofahren durch die schoene kanadische Landschaft macht ja auch immer wieder Spass. Die Angeln hatte Arthur schon vorher professionell praepariert und auch fuer die Koeder war er verantwortlich. Da wir erst am Abend losgefahren sind, wurde die Aktion also ein Nachtangeln. Da ich nach wie vor keinen Plan habe wie das alles funktioniert, hat Arthur mir die voll praeparierte und mit Maden gespickte Angel in die Hand gedrueckt. Auswerfen kann ich schon alleine!
Wie nicht anders zu erwarten war, war es nach kurzer Zeit natuerlich auch Arthur der die erste Forelle am Haken hatte. Markus hatte auch Glueck und als letzter durfte dann endlich auch ich einen Fisch an Land ziehen. Die Prozedur die danach kam, betaeuben, erstechen und ausnehmen, musste auch wieder Arthur uebernehmen. Nix fuer mich! Ich war erst wieder dabei als es am naechsten Tag darum ging den Fisch zu essen. Hat gut geschmeckt, aber ich fuerchte ein Angler wird aus mir definitiv nicht.

Whale watching also Walbeobachtungen werden hier in den Sommermonaten praktisch an jeder Ecke angeboten. Wir haben uns das bisher immer verkniffen, weil es nicht ganz billig ist. Ueber 100 Dollar pro Person kostet der Spass. Bei einem Ausflug nach Victoria auf Vancouver Island konnten wir auf der Rueckfahrt mit der Faehre dieses Geld sparen. Neben uns tauchten rechts und links Killerwale auf und haben das Schiff ungefaehr 15 Minuten lang begleitet. Dieses spektakulaere Naturschauspiel fand auch noch in der Abenddaemmerung statt und die besonderen Lichtverhaeltnisse machten die ganze Sache nochmal um eine Klasse besser. Sabrina und Arthur haben von dem ganzen Spektakel nichts mitbekommen, weil sie waehrend dieser Zeit im Bordeigenen Zeitschriftenladen gestoebert hatten und auch den Durchsagen des Kapitaens keine Beachtung geschenkt hatten. Man kann sich vorstellen, wie die beiden sich geaergert haben.

Ueber 2000 Fotos sind in den vergangenen Ereignissreichen Sommermonaten geschossen worden. Meine Familie haenselt mich schon mit dem Spitznamen 'Paparazzi', weil ich alles fotografiere was mir vor die Linse kommt. Ich hab natuerlich strikte Anweisungen nicht alle Bilder hier zu veroeffentlichen, aber die schoensten versuche ich trotzdem rauszufiltern und in kuerze in unserem Fotoalbum freizuschalten.

So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand, was bei Familie Pflueger in Kanada in den letzten Monaten so im Groben passiert ist. Ich hoffe der Umfang des Berichts macht ein bisschen die lange Wartezeit wieder gut. Mir faellt beim schreiben auf, dass ich immer mehr Probleme mit der deutschen Rechtsschreibung und Grammatik bekomme. Da ich in letzter Zeit sehr viel auf Englisch geschrieben habe, komme ich da langsam wohl ein bisschen durcheinander. Ich bitte um ehrliche Rueckmeldungen, wenn es so schlimm wird, dass das Lesen der Texte schwierig wird.

Loading


Bitte besuchen Sie auch die folgenden Seiten von Unternehmen die mit ihrer Werbung unsere Seiten unterstuetzen.
↓  ↓  ↓  ↓  ↓  ↓  ↓