Tschuess Deutschland - Hello Canada

Von Engensen nach Vancouver - Familie Pflueger geht nach Canada!

Ereignisse im November und Dezember 2008

Traurige Nachricht - Sabrina ist zu Besuch - Patricks Schauspielerqualitäten - Weiße Weihnacht in Vancouver - Rezession auch in Canada - Arbeitslos oder Unternehmer? - Shoppingausflug nach Seattle - Spritpreise im Keller

BildAm 03. Dezember 2008 ist mein Vater gestorben. Leider war es uns nicht möglich nach Deutschland zu fliegen um Abschied zu nehmen. Wir trauern in Canada.  †

Seit einigen Wochen ist Sabrina zu Besuch. Wie geplant hat Sie bei der Einreise auch den PR-Status erhalten. Die Papiere waren alle in Ordnung und mittlerweile hat Sie sogar als erste in der Familie ihre PR-Karte erhalten. Ich hatte zwischendurch auch eine zugeschickt bekommen, musste diese aber vor kurzem wieder zurückschicken. Wie befürchtet war meine PR-Karte mit einem falschen Namen versehen. Ich sollte Pfluger heißen, also ohne Ü-Punkte. Nachdem wir alle drei schon vor Wochen in Downtown waren und neue Fotos direkt von der Immigrationsbehörde gemacht wurden, müssten unsere PR-Karten auch langsam eintrudeln. Wie befürchtet hat also die "Ü-Punkte" Frage zu leichten Schwierigkeiten geführt.

Patrick hat schauspielerische Qualitäten die uns bislang verborgen waren. Die Konfirmanden hatten gemeinsam mit den kleineren Kindern der Sonntagsschule ein Theaterstück eingeübt. Aufführung war am 3. Advent also letzten Sonntag im Gottesdienst. Patrick hat den Vater gespielt. Seine Sprechrolle hat er souverän gemeistert. Am besten hat ihm aber offensichtlich der Rest des Stücks gefallen. Er musste sich nämlich über lange Strecken des Stückes schlafend stellen und saß mit seinem Hut tief ins Gesicht gezogen auf einem Stuhl. Ich hab das ganze Stück auf Video und werde mal sehen, ob ich wenigstens Teile davon irgendwann, irgendwie in die Seiten einbauen kann. Bei dem Gottesdienst wurden wir übrigens von Pastor Ermisch auch ganz offiziell als neue Mitglieder der Sankt Markus Kirchengemeinde Vancouver vorgestellt.

BildSeit einigen Tagen ist ganz Vancouver weiß. Es liegen hier rund 10 cm Schnee und für die nächsten 24 Stunden ist gerade eine Schneesturmwarnung rausgegeben worden. 20-30 cm Neuschnee soll es geben. Das wird hier wieder mal zu einem mittelgroßem Verkehrschaos führen. Da die Temperaturen auch deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen, gilt es als sicher, dass wir weiße Weihnachten feiern können. Auch die Woche nach Weihnachten soll es weiter schneien und frieren. Auf der einen Seite verbreitet das natürlich schöne weihnachtliche Stimmung. Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass es zu kalt ist um draußen zu arbeiten. Seit gut 2 Wochen sitze ich schon zu Hause und dieses Jahr wird es ganz sicher nichts mehr mit arbeiten. Aber damit nicht genug: Die Rezession ist auch in Canada angekommen. Mein Arbeitgeber hat nach eigenen Aussagen zwar für die nächsten 12 Monate voll zu tun, aber generell sieht es nicht sehr rosig aus. Großbaustellen werden stillgelegt oder manchmal gar nicht erst begonnen weil die Finanzierungen gefährdet sind. Entlassungen sind an der Tagesordnung und der große Bauboom scheint vorerst zumindest vorbei zu sein. Noch vor wenigen Monaten war es ein Kinderspiel eine andere Stelle zu finden. Ich habe aber in den letzten Tagen mit vielen Bauunternehmern telefoniert. Nahezu alle sind sich einig, dass die Zukunft nicht mehr ganz so rosig aussieht. Niemand wagt eine genaue Prognose und einstellen tut in den letzten Wochen des Jahres sowieso niemand mehr, aber ich denke das ist kein Canada spezifisches Phänomen. Ich werde jetzt also in den zweifelhaften Genuss kommen und die canadische Arbeitslosenversicherung ausprobieren dürfen. Sobald das Wetter wieder offen ist, soll es aber angeblich wieder losgehen. Lassen wir uns mal überraschen.
In der Zwischenzeit versuche ich gemeinsam mit meinem Kollegen Markus unser eigenes Business zu etablieren. Eine Internetadresse (www.German-Craftsmanship.ca) und Webseite haben wir schon, fehlen nur noch die ersten Aufträge.

BildUm ein paar Weihnachtseinkäufe zu machen sind wir seit langem mal wieder in die USA gefahren. Kurz vor Seattle liegt die Seattle Premium Outlets. Eine Ansammlung von Fabrikverkaufsgeschäften von Markenherstellern. 110 so genannte Outlets Stores bieten zu manchmal wirklich sehr günstigen Preisen Markenklamotten an. Der canadische Dollar steht im Augenblick leider nicht mehr so günstig zum US Dollar aber trotzdem konnten wir das ein oder andere Schnäppchen machen. Außerdem sind die Spritpreise zur Zeit so niedrig wie noch nie. In den USA haben wir für 60 Cent/Liter getankt. Bei uns in Vancouver sind wir zur Zeit bei 81 Cent/Liter.

Unterm Strich geht das Jahr nicht ganz so pralle zu Ende wie wir uns das vorgestellt haben. Ich kann nur hoffen, dass es nächstes Jahr wieder aufwärts geht und die Rezession uns hier nicht ganz so hart trifft. Wir wünschen allen Verwandten, Freunden und Bekannten und auch den uns unbekannten Lesern unserer Internetseiten fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch in das Jahr 2009.

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